Geschichtengalerie

Jürgen Kretschmer

Senftenberg / Brandenburg / 09.11.2021

Meine Lehre als Instandhaltungsmechaniker war von 1970 bis 1972. Dann habe ich von 1972 bis 1975 Kraftwerkstechnik an der Bergingenieurschule in Senftenberg studiert und war mit 21 Jahren schon Ingenieur. Danach dann begann die Tätigkeit im Kraftwerk „Sonne“ in Freienhufen. Zur Wende wusste niemand wie es weiter geht. Es gab eine Menge Entlassungen, da ist ja von 10 Angestellten im Bergbau einer übrig geblieben.
Ich hatte das Glück gehabt, übernommen zu werden von dem Kohlekonzern und bin in den Umweltschutz gekommen. Wir haben Deponien saniert, Anlagen gebaut und abgerissen. Dafür habe ich die Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz geführt.


Normalerweise hätten wir "Rheinbraun" im Westen aufkaufen müssen und nicht umgedreht. Die waren der Tischtennisball und wir waren der Medizinball von der Kohleförderungsmenge. Die Bundesregierung und die Treuhand haben die Marschrichtung vorgegeben. Eigentlich war hier alles vorbereitet. Die Dörfer waren schon leer gezogen. Die Förderbrücke F60 war die modernste der Welt F60 und nagelneu. Trotzdem wurde Garzweiler II im Westen weitergebaut und damit Klettwitz Nord hier zu gemacht.

Das Interview mit Jürgen Kretschmer:
(25,38 MB)
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